Thermopiles für die berührungslose Temperaturmessung beim Menschen

Die gegenwärtige Lage rund um Corona und die COVID-19-Pandemie erfordert ein sehr dynamisches Handeln sowie überdurchschnittliches Engagement. Im Rahmen von aktuellen Industrieaufträgen entwickelt und fertigt das CiS Forschungsinstitut gemeinsam mit Partnern innovative Thermopiles. Diese Sensoren erlauben die berührungslose Temperaturmessung und kommen in Kontaktlosthermometern in Gate-Lösungen zum Einsatz.

Thermopiles für die Massenanwendung in Fiebermessgeräten mit Leseabständen von ein bis zwei Zentimetern gibt es bereits am Markt. Ziel der Entwicklungsarbeit des CiS Forschungsinstituts ist ein Sensor mit Reichweiten zwischen 0,5 und zwei Metern, wobei die mittlere Distanz bei etwa einem Meter liegen soll. Der kostengünstige Sensor bietet eine Genauigkeit von 0,2 °C bei 100 Messpunkten pro Sekunde. Dadurch entsteht eine zeitaufgelöste Messkurve. Sie erlaubt eine Temperaturmessung auf der Stirn des Passanten, ohne dass dieser in seiner Bewegung eingeschränkt wird. Damit wird eine kontaktlose und störungsfreie Identifikation von Menschen mit erhöhter Körpertemperatur bzw. Fieber bereits aus einer Entfernung von einem Meter möglich.

Der aktuelle Bedarf kommt derzeit aus dem asiatischen Raum, aber auch für den europäischen Markt wird es bald die dringende Nachfrage solcher Sensor-Technologien geben. Die Teams am CiS Forschungsinstitut agieren so schnell wie möglich, um die Entwicklung und anstehende Fertigung kurzfristig umzusetzen. Damit wollen wir, auch als Mitglied des Forschungs- und Technologieverbundes Thüringen e.V. (FTVT) sowie Gründungsmitglied der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse (Zuse-Gemeinschaft) angemessen auf die aktuellen Umstände reagieren und modernste Technologien dort bereitstellen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.

 

Hintergrundinformationen:

Die CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH ist eine gemeinnützige, wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung. Schwerpunkt ist die Entwicklung von Silizium-Technologien für hochwertige Mikrosensoren und Mikrosysteme. Mit technologischen Spezialitäten wie der 3D-Strukturierung, Stapeltechnologien und der beidseitigen Wafer-Prozessierung gehört das CiS Forschungsinstitut zu den Technologieführern. Auf den Feldern der optischen, mikromechanischen, piezoresistiven Sensoren sowie Siliziumdetektoren unterstützt das CiS Forschungsinstitut insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Produkte. Aufbauend auf einer mehr als 25-jährigen „Competence in Silicon“ reicht die Expertise von F&E-Leistungen bis zur Kleinserienfertigung kundenspezifischer Mikrokomponenten.

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